Nur eine geringe Wassermenge wird aus diesem Kreislauf exakt dosierbar zurück ins Becken geleitet (ca. 0,5 - 1 l/h). Das zugeführte CO2 wird aufgrund der Konstruktion (CO2-Zuführung über den Pumpeneinlauf) von der Turbine optimal verwirbelt, so daß sich im Reaktorbett die unzähligen CO2 Bläschen auf der großen Oberfläche des Reaktorsubstrates verteilen können. Im Zusammenspiel von Innendruck, langer Verweildauer, hoher Fließgeschwindigkeit, optimaler Kohlensäuresättigung (pH unter 7) und Zerstäubung sowie Substrat löst das Reaktorwasser die gewünschten Substanzen optimal. Ein ganz entscheidender Vorteil gegenüber anderen Konstruktionen ist, daß überdosiertes CO2 nicht einfach mit ausgetrieben wird (dieses Gas ist schwerer als Luft und tropft aufs Beckenwasser!), sondern sich optisch leicht sichtbar im Reaktor sammelt. So ist ohne teures Meßequipment eine optimale, einfache und vor allem ungefährliche (kein CO2-Gasaustrag) Gasmengeneinstellung möglich. Erleichtert wird dies auch durch den integrierten Blasenzähler, welcher vom Reaktorwasser gespeist wird (also keine Verdunstung mehr!).
Durch das häufige Leiten des Reaktorwassers über das Substrat gesättigt mit Kohlensäure wird es so extrem calciumhydrogencarbonathaltig (weit über 30°KH), daß schon eine geringe Wasserentnahmemenge (mittels kleinem Hahn dosierbar) zur Aufkalkung des Aquarienwassers ausreicht. Damit wird im Gegensatz zu einfachen Durchlauf- oder Diffusionsgeräten der Eintrag überschüssiger Kohlensäure auf ein völlig problemloses Minimum reduziert. Die Kreislaufschaltung bewirkt zum anderen eine maximale Ausnutzung der zugeführten Kohlensäure. Durch die optimale Pufferung des Aquarienwassers bei Einsatz des KORALLIN C 10.001 (pH-Schwankungen werden auf ein Minimum reduziert) erübrigt sich der Einsatz teurer elektronischer pH-Regelgeräte.
In diesem Zusammenhang gibt es häufig Mißverständnisse: bei korrektem Betrieb hat die dem Kalkreaktor zugeführte Kohlensäure mit dem pH-Wert des Aquariums überhaupt nichts zu tun, d.h., die Messung des Becken pH-Wertes kann in keiner Weise zur Steuerung eines Kalkreaktors benutzt werden. Die diesem zugeführte Kohlensäure dient lediglich dazu, das Kalkreaktorwasser pH-gesättigt zu halten (pH ca. 6,8), eine geringere CO2 Menge führt zu Leistungsverlust (geringere Aufhärtraten), eine höhere Menge zur Übersättigung - das CO2 kann nicht mehr in Lösung gehen. Dies betrifft aber ausschließlich das Reaktorwasser! Die Entnahmemengen sind so gering, daß zur Gleichgewichtskohlensäure nur extrem wenig freie Kohlensäure im Auslaufwasser enthalten ist. Einen Einfluß auf das Beckenwasser hat dies jedoch in keinem Fall (korrekte Einstellung des Kalkreaktors bzw. funktionstüchtiges Prinzip vorausgesetzt). Siehe hierzu auch "Grundsätze beim Betrieb eines CO2 Kalkreaktors".
Wachstumsfördernde Karbonathärten im Becken von 12° (optimaler Wachstumswert) lassen sich mit dem C10001 problemlos erreichen, da das Auslaufwasser i.d.R. Karbonathärten von über 30° KH aufweist. Höhere Werte sind zwar ebenfalls leicht möglich, bringen aber keine Verbesserung der Lebensbedingungen mehr.
Bei der Auflösung des KORALLIN C 10001 Substrates gelangen genau die Elemente ins Aquarium, welche die Korallen bei der Kalkskelettbildung dem Wasser entzogen hatten. Eine biologischere Zuführung der Kalkaufbaustoffe ist also kaum möglich und Ursache für den großen Erfolg des Systems.
Ein anderer Nebeneffekt ergibt sich aus der Ausfällrate von Calciumcarbonat, welche bei Steigerung des Calciumhydrogencarbonatanteils zunimmt. Bei der Ausfällung von Calciumcarbonat werden stets auch gelöste Phosphate mitgerissen und als schwerlösliches Calciumhydrogenphosphat an Festsubstanzen gebunden. Für eine erfolgreiche Korallenpflege ist ein minimaler Phosphatwert von großer Bedeutung, da Phosphat den Kalkbildungsprozeß erheblich stört und ein Bohralgenwachstum begünstigt.
Die Wartung des KORALLIN C 10001 ist denkbar einfach. Lediglich ca. alle 4 Monate wird das verbrauchte Substrat ersetzt. Die weitere Wartung beschränkt sich auf ein gelegentliches Nachjustieren der CO2- und Wasserrücklaufmenge. Zur einfachen Entlüftung besitzt der KORALLIN C 10001 eine spezielle Entlüftungsmöglichkeit (ebenfalls mit Sicherheitsschraubverbindung). Der Energieverbrauch der verwendeten Eheim-Pumpen ist sehr gering und garantiert langjährigen und wirtschaftlichen Betrieb.
C 10001: Reaktorhöhe: ca. 1100 mm; Durchmesser Reaktorrohr: 160 mm; Boden 190 mm; Schutzart IP64; Füllmenge bis 20 kg; Durchsatz intern bis 2400 l/h (Eheim1060); Auslauf-KH über 35 Grad
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